Das Freibad in Senne verwandelte sich am Samstag den 16. Juni schon zum 21. Mal in ein buntes Rockfestival und präsentierte lokale und international bekannte Bands von Punkrock bis Gothic-Metal.

Trotz Regen kamen mehrere hundert Besucher und feierten auf den Wiesen zwischen den Pools – und einige wagemutige gingen sogar ins Wasser.

Nachdem am Eingang die Festivalbänder verteilt wurden ging es aufs Gelände. Als erstes fielen zwei Promostände von der AOK und einer Fahrschule ins Auge. Bei ihnen konnten unter anderem Mediamarktgutscheine und eine Fahrt in einem 40 jahre alten Ford Mustang gewonnen werden.

Dezentes Marketing, aber attraktiv verpackt.

„Stux“ eröffneten das Festival mit stimmungsvollen deutschen Punkrock und der erste Moshpit bildete sich. Wenig später begann der Bandcontest, bei dem vier Bands, die sich in Vorentscheiden qualifiziert hatten um den Gewinn kämpften. Durch die zwei Bühnen gab es keine Bandüberschneidungen und die Lücken zwischen den Bands blieben sehr kurz. All Days Escalate spielten als erste und präsentierten alternativen Punkrock. Kurz darauf spielte eine Metalcore-Band mit dem eigenartigen Namen MotherCake&Coffee. Sänger Marv erklärte, dass der Name aus  einer „Bierlaune und einem Englischlegastheniker“ entstanden sei.

Es folgten Jack & Jokers mit Indie Rock und abschließend spielten Horseman, die Gewinner des vergangenen Jahres. Nachdem alle vier Bands das Publikum zum Toben gebracht hatten wurde der Gewinner bekannt gegeben: MotherCake&Coffee.

Nach lustigen Backstagegesprächen erklärte sich Marv, der Sänger der Band, bereit, mit Radio Triquency über das Festivalgelände zu gehen und für uns Festivalbesucher zu interviewen.

Im laufe des Abends spielten verschiedene Bands aus diversen Musikrichtungen, von Pop-Rock (Anni’s Park) bis zu Metal-Combos wie Dead Horizon, Shemales from Outta Space of Death und Soulbound.

Um 20:00 Uhr spielte Stahlmann, der erste Headliner des Abends auf. Neue Deutsch Härte vom Feinsten.

Nach dem Konzerts gaben die Jungs von Stahlmann noch ein Triquency-Interview mit  Marv von MotherCake&Coffee.

Anschließend spielten Dreadnut Inc. und setzten mit Reggae-Rock einen interessanten und erfrischenden Gegenpol zu den klassischen Rock-und Metalcombos des Abends und brachten die Menge zum Toben.

Als nächster Headliner hatten Xandria ihre Sängerin extra aus Bayern einfliegen lassen. Allerdings wäre das Konzert beihnahe ausgefallen, da der Schlagzeuger der Gothic-Metal Band kurzzeitig absagen musste. Doch Xandria ließen sich davon nicht aufhalten. Kurzentschlossen verbrachten sie den Nachmittag damit ein Akkustikset einzuproben und präsentierten um 22:00 Uhr ihren weltweit ersten Unplugged Gig. Obwohl die Songs erst Stunden zuvor entstanden waren, präsentierten Xandria ein atemberaubendes und qualitativ hochwertiges Konzert aus Opera-Akkustik. Gelegentlich kam es zu amüsanten Situationen, als Sängerin Manu das Publikum wie bei den   Metal-Gigs dazu aufforderte zu klatschen oder die Lyrics mitzusingen: die  meisten Zuschauer waren von der Musik so ergriffen, dass sich oftmals nur vereinzelte Rufe zeigten. Dafür schwenkten schon nach kurzer Zeit Hände und Feuerzeuge in der Luft.

Ein sehr schönes, etwas bizarres Konzert von dessen Erfolg auch die Bandmitglieder von „Xandria“ überrascht waren. „Akkustik-Metal rockt!“ fasste Sängerin Manu das Konzert zusammen.

Nach diesem zarten, emotionalen Gig folgten Harpye, die Neukommer der Mittelalterszene und die letzte Band des Festivals.

Nach anfänglichen technischen Problemen starteten Harpye und trieben das erschöpfte Publikum mit donnerndem, rhythmischen Mittelalterrock zu neuen Höhen.

Nach dem Gig begab sich ein erschöpftes aber vollends zufriedenes Publikum auf den Heimweg.

Zusammenfassend war das Festival trotz des ungemütlichen Wetters ein voller Erfolg und bot durch das angenehme Flair und das weitgefächerte Musikangebot ein einmaliges Erlebnis.

Am Montag um 21:00 Uhr gibt es exklusive Interviews, Backstagegespräche und Mitschnitte des Rock on the Beach bei Tumult im Radio Triquency. Einschalten und abrocken!